Weltmeister Cavendish hat erstmals ein Rennen nach seinem Wechsel zum britischen Team Sky gewonnen. Der 26 Jahre alte Brite setzte sich auf der dritten Etappe der Katar-Rundfahrt über 146,5 Kilometer von Dukhan zum Al-Gharafa-Stadion in Doha vor Tom Boonen (Omega Pharma-Quickstep) durch.
Der belgische Ex-Weltmeister baute mit Platz zwei die Führung in der Gesamtwertung vor dem Amerikaner Tyler Farrar auf sechs Sekunden aus. Farrar, dessen Garmin-Team am Montag das Mannschaftszeitfahren gewonnen hatte, kam auf dem dritten Teilstück auf Platz sechs.
Bester Deutscher im Sprint einer rund 30-köpfigen Spitzengruppe war John Degenkolb (Gera/Project 1t4i) als Fünfter, der gebürtige Zwenkauer Rüdiger Selig (Katjuscha) auf Rang sieben und der deutsche Meister Robert Wagner (Radioshack) auf dem neunten Platz landeten ebenfalls in den Top Ten. In der Gesamtwertung rückte Selig mit 18 Sekunden Rückstand auf Boonen auf den neunten Platz vor, Wagner ist 17. (23 Sekunden zurück). Die vierte Etappe führt am Mittwoch über 147,5 km von Al Thakhira nach Madinat Al Shamal.

Auf Mallorca rollt sich ein anderer Teil der Fahrer warm, wenngleich auch dort die Temperaturen derzeit um den Gefrierpunkt sind. Dort ist Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin auf dem 2. Teil der Mallorca Challenge am Montag 40 Kilometer vor dem Ziel gestürzt. Der Radprofi des belgischen Omega-Pharma-Quickstep-Teams erlitt aber nur Hautabschürfungen, wie Mannschaftssprecher Alessandro Tegner bestätigte. "Er kam mit einem gebrochenen Pedal als Letzter ins Ziel", sagte Tegner. Seinen zweiten Tagessieg feierte Martins Teamkollege Andrew Fenn aus England, der den Sprint nach 172 Kilometern vor dem Russen Alexander Posew gewann.
Bei der Zielankunft hat es allerdings den Franzosen Cyril Lemoine erwischt. Nach seinem schweren Sturz musste er sich am Montagabend einer Notoperation unterziehen. Das bestätigte sein bretonisches Team Saur-Sojasun. Inzwischen ist sein Zustand aber stabil. Im Zielsprint war Lemoine drei Kilometer vor dem Ziel gestürzt und hatte sich zwei Rippen gebrochen sowie Quetschungen der Lunge und Nieren zugezogen.
Bei der Trofeo Deia am Dienstag setzte sich der Norweger Lars Petter Nordhaug (Sky) nach 151 km in 3:55:51 Stunden vor dem Portugiesen Rui Costa (Movistar/26 Sekunden zurück) und dem Kolumbianer Luis Henao (Sky/28) durch. Bester Deutscher war der Kölner Gerald Ciolek (Omega Pharma-Quickstep) als Zehnter, Martin belegte Platz 55.
Am Mittwoch folgt die Trofeo Serra de Tramuntana über 160,2 Kilometer von Soller nach Monasterio de Lluc .
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