
Für Villiers und von Zitzewitz ging damit ein kaum für möglich gehaltener Traum in Erfüllung. Denn gegen die Werksautos schien der unterlegene und privat eingesetzte Imperial Toyota im Vorfeld eigentlich keine Chance zu haben.
Umso größer war am Ende die Freude. "Erst in dem Moment, in dem man die letzte Zeitkontrolle erreicht, fällt die immense Anspannung der letzten Wochen mit einem Schlag von einem ab und man empfindet stattdessen die pure Erleichterung und Freude", meinte von Zitzewitz nach der 29 Kilometer langen finalen Wertungsprüfung am Sonntag. "Wir haben die Erwartungen bei weitem übertroffen", sagte der mehrfache ehemalige deutsche Enduro-Meister.
Großer Jubel herrschte auch bei Peterhansel vor. "Wenn man bedenkt, wie hart es ist, die Dakar zu gewinnen, ist es unglaublich, dass ich es zehnmal geschafft habe", sagte er. Nach der "langen Zeit" seit seinem Erfolg 2007 sei der Erfolg in Südamerika eine große Erleichterung. "Er rangiert unter meinen größten Triumphen."
Allerdings zeichnete sich der Erfolg Peterhansels bereits während der insgesamt über 3900 Wertungs-Kilometer ab. Nach der vierten Etappe übernahm der Franzose die Führung und gab sie nicht mehr ab. Fünf Tageswertungen und damit deutlich mehr als ein Drittel entschied er für sich, ehe sich der zehnmalige Dakar-Gewinner in Lima gebührend feiern ließ. "Es wird schwer, diesen Rekord zu schlagen", meinte Peterhansel.
Am Ende hatte Peterhansel über 40 Minuten Vorsprung auf das zweitplatzierte Duo Joan Roma und Michel Perin (Spanien/Frankreich). Villiers und von Zitzewitz lagen bereits mehr als 73 Minuten zurück.
Bei den Motorrädern entschied Cyril Despres das Duell gegen Marc Coma für sich. Der Franzose setzte sich am Ende in 43:01 Stunden vor dem Spanier, der 53 Minuten zurücklag, durch. Dritter wurde der Portugiese Helder Rodrigues.
Allerdings wurde der Sport wie so oft bei der Rallye Dakar durch einen Todesfall überschattet. Bereits zum Auftakt verunglückte Jorge Martinez Boreo und erlag wenig später seinen Verletzungen. Der spanische Motorradpilot ist das 61. Todesopfer seit 1979. Es folgten weitere schwere Unfälle, davon waren auch teilweise Unbeteiligte und Tiere betroffen. Die Umweltschäden können zudem erst in einiger Zeit beziffert werden.
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