Den ungewöhnlichen Mittwochstermin hatte City dem niedrigeren UEFA-Koeffizienten gegenüber dem Stadtrivalen Manchester United zu verdanken, der am Donnerstag Ajax Amsterdam (übrigens ohne den verletzten Wayne Rooney) empfängt. Nicht dabei war Skandalnudel Carlos Tevez, der sich zwar hochoffiziell entschuldigt hat, aber weder für Europa gemeldet noch ausreichend fit ist.
Zum Matchwinner bei strömendem Regen wurde stattdessen wie schon im Hinspiel Aguero, und wieder brauchte er dafür nicht viel Zeit: Hatte er vor knapp einer Woche sieben Minuten nach seiner Einwechslung zum 2:1 getroffen, ließ "Kun" diesmal nach dem Anstoß nur 18 Sekunden verstreichen, bevor er einen herrlichen Steilpass von Yaya Touré an Portos Keeper Helton vorbei ins Netz beförderte.
In der Folge vergab der Premier-League-Tabellenführer eine höhere Pausenführung. Aguero, der stets für Gefahr sorgte, war am nächsten dran, als er Helton überlief und vom rechten Strafraumeck aus an die Unterkante der Latte lupfte (29.). Von den Gästen kam offensiv wenig.
Das änderte sich nach dem Seitenwechsel, die Portugiesen wollten vor den Augen des letztjährigen Erfolgscoaches André Villas-Boas (aktuell - noch - Chelsea-Trainer) die Wende noch schaffen. Am Ende blieben alle Versuche erfolglos, ein vermeintliches Tor pfiff das Schiedsrichtergespann um Wolfgang Stark zu Recht ab.
Als Aguero dann bei einem City-Konter Joker Dzeko perfekt einsetzte und der Ex-Wolfsburger sicher vollstreckte (77.), war die Entscheidung gefallen. Der Titelverteidiger, der Sekunden nach dem 0:2 Rolando wegen Meckerns mit Gelb-Rot verlor, war ausgeschieden, bleibt auf englischem Boden sieglos - und kassierte noch weitere Tore: Nasri staubte ab (84.), und Winterneuzugang Pizarro erzielte sein Premierentor für ManCity. Im Achtelfinale treffen die "Citizens" nun auf den Sieger der Partie Legia Warschau gegen Sporting Lissabon.