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08.02.2012, 14:46

Berufungsverfahren bezüglich des Strafmaßes

Sutil-Prozess geht in Runde zwei

Der Prozess gegen Formel-1-Pilot Adrian Sutil geht in die nächste Runde. Sowohl der 29-Jährige als auch die Staatsanwaltschaft München sind fristgerecht gegen das Urteil von 18 Monaten auf Bewährung und 200.000 Euro Geldstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung vorgegangen, sodass es jetzt in zweiter Instanz vor dem Landgericht zu einer erneuten Verhandlung kommen wird.

Adrian Sutil
Der Prozess gegen Adrian Sutil geht in die Berufung - es geht um das Strafmaß.
© picture-allianceZoomansicht

"Wir sind überzeugt, dass das vorliegende Urteil nicht angemessen ist. Es gibt viele Dinge, die gegen uns gelaufen sind", sagte Sutils Manager Manfred Zimmermann dem Sport-Informations-Dienst (SID) und bestätigte, dass man Rechtsmittel eingelegt habe.

Ingrid Kaps, Sprecherin des Münchner Amtsgerichtes, erklärte am Mittwoch, dass auch die Staatsanwaltschaft in Berufung gegangen ist. Offenbar war ihr das Urteil zu milde. Staatsanwältin Nicole Selzam hatte am zweiten und letzten Prozesstag am 31. Januar sogar ein Jahr und neun Monate auf Bewährung und 300.000 Euro Geldstrafe gefordert.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München ergänzte auf Nachfrage des SID, dass es sich um eine "auf das Strafmaß beschränkte Berufung" handelt.

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Sutil war von Richterin Christiane Thiemann verurteilt worden, weil er in der Nacht vom 17. auf den 18. April 2011 in einer Diskothek in Shanghai den luxemburgischen Geschäftsmann Eric Lux, Teilhaber des damaligen Renault- und heutigen Lotus-Teams, mit einem Glas am Hals verletzt hatte.

Gegen die Strafe will Sutil jetzt vorgehen. "Wir versuchen, ein Urteil zu bekommen, das angemessen ist", sagte Zimmermann. Helfen sollen dabei auch neue Zeugen. "Es gibt drei, vier Zeugen, die in der Nähe waren, die nicht befragt wurden", sagte Zimmermann. Einer davon war McLaren-Pilot Lewis Hamilton, der nicht zum Prozess nach München gekommen war.

Sutil hatte seinem früheren Kumpel daraufhin die Freundschaft gekündigt. "Lewis ist ein Feigling, ich will mit so jemandem nicht befreundet sein. Er ist für mich kein Mann", hatte nach dem Prozess der Bild-Zeitung gesagt. Der Brite habe auch seine Handynummer geändert und sei für ihn nicht mehr erreichbar gewesen. Zimmermann monierte auch, dass Videomaterial aus der Überwachnungskamera des Clubs im Prozess nicht ausreichend in Betracht gezogen worden sei.

08.02.12
 
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