Vettel geht ab dem 18. März, wenn die neue Formel-1-Saison mit dem Grand Prix in Australien eröffnet wird, das Projekt Titel-Hattrick an. Nun steht auch fest, wie sein neues Dienstauto aussieht: Im Großen und Ganzen wie das erfolgreiche Vorgängermodell mit einigen veränderten Details. Nach dem überragenden Jahr 2011 setzt Red Bull von allen Teams am ehesten auf Bewährtes.
"Ein paar Dinge haben sich geändert. Aber es ist nicht so, als sei das ganze Auto neu", sagte Vettel. Nach der Winterpause brennt der zweimalige Weltmeister auf die erneute Titelverteidigung. "Darauf hat man den ganzen Winter gewartet", sagte er nach der internen Vorstellung im Red-Bull-Hauptquartier in Milton Keynes: "Es ist schön, rauszufahren und zu spüren, man hat wieder ordentlich Dampf unter der Haube."
Vettel wird aber erst am Donnerstag ins Auto steigen. Das Privileg der Jungfernfahrt mit dem neuen RB8 wird bei den ersten offiziellen Tests in Jerez am Dienstag Teamkollege Mark Webber genießen.
Einen Namen für sein neues Auto hat Vettel noch nicht gefunden. "Wir sind aber auf der Suche", sagte er: "Jegliche Bewerbungen sind willkommen. Letztes Jahr haben wir erst am Mittwoch vor dem ersten Rennen den Namen festgelegt. Ich glaube, dieses Jahr sollten wir etwas früher sein."
In den vergangenen beiden Jahren hatten ihn "Luscious Liz" ("Leckere Liz") und "Kinky Kylie" ("Scharfe Kylie") zum Titel getragen.
Der RB8 besitzt zwar auch einen Höcker, der aber nicht so stark ausgeprägt ist wie beispielsweise bei der neuen "roten Göttin" von Ferrari. So richtig hübsch ist Vettels neue Freundin aber auch nicht, wie Chefdesigner Adrian Newey erklärte. "Wir haben mehr oder weniger die gleiche Chassisform beibehalten", sagte der Design-Guru: "Aber man musste die Nase tiefer legen, sodass wir, ganz ähnlich wie die meisten anderen Teams, eine etwas hässlich aussehende Nase haben. Wir haben versucht, das Aussehen so gut wie möglich zu stylen, aber man würde das Auto bei anderen Regeln natürlich nicht so designen." Auffallend sind die frontseitigen Lufteinlässe, die Newey in die Höcker geschnitzt hat.
Die Ziele sind für Red-Bull-Teamchef Christian Horner "ganz einfach. Wir wollen beide Titel in der gleichen Art und Weise verteidigen, wie wir sie 2011 gewonnen haben."
Da aber der Vorteil des von Red Bull perfektionierten von Auspuffgasen angeblasenen Diffusors wegfällt, erwartet Vettel, dass "das ganze Feld ein bisschen näher zusammenrückt".
Der 24-Jährige ließ auch durchblicken, dass das Reglement so weit wie möglich ausgereizt wird. "Es gab natürlich schon noch Dinge, an denen wir gefeilt und getüftelt haben und versucht haben, es besser zu machen." Auch diesmal habe man versucht, "die eine oder andere Lücke zu nutzen."
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