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03.02.2012, 13:11

Ferrari: Felipe Massa beschreibt den neuen Boliden als "aggressiv"

Der F2012: Die Nase macht den Unterschied

Kälte und Schneemassen verhinderten eine Frischluftpräsentation des neuen Ferrari am Freitagmorgen in Maranello. Der Traditionsrennstall behalf sich mit seiner Webpräsenz - und zeigte am Vormittag einen F2012, der durch einen mächtigen Nasenhöcker auffällt. "Er sieht anders aus als in den vergangenen beiden Jahren", sagte Ex-Weltmeister Fernando Alonso. Für dessen Teamkollegen Felipe Massa strahlt der neue Wagen den nötigen Kampfgeist aus.

Die neue rote Göttin: Der Ferrari F2012. Mit mächtigem Nasenhöcker.
Die neue rote Göttin: Der Ferrari F2012. Mit mächtigem Nasenhöcker.
© Getty ImagesZoomansicht

"Er sieht wirklich aggressiv aus", sagte Massa am Freitag. Die Aggressivität rührt wohl von dem ungewöhnlichen Knick beim Übergang von Chassis zur Wagenfront her. Der Konkurrent McLaren hatte sich beispielsweise für einen geschwungenen Übergang entschieden.

Offen ist noch, wie der Titelverteidiger Red Bull mit Doppelweltmeister Sebastian Vettel am Montag auf die Bühne gehen wird. Der Name des Roten Bullen ist schon bekannt: RB8. Auch vom Champion gibt es "nur" eine Internetpräsentation.

Zurück zur Scuderia. Deren Präsident formulierte in einer Videobotschaft die zum Auto passende Kampfansage: "Wir wollen zurück zum Top-Level. Wir wollen gewinnen. Das wird eine rote Saison." Glasklare Worte des Luca di Montezemolo, denen aus Sicht der nach Erfolgen lechzenden Fans möglichst auch Taten folgen sollen.

Laut Ferrari sei die neue "rote Göttin" in allen Bereichen verbessert worden. Zur Erinnerung: 2011 wurden Alonso und Massa Vierter und Sechster der Fahrerwertung, nur dem Spanier gelang ein Grand-Prix-Erfolg (GP von Großbritannien). Letztmalig Weltmeister wurde der Traditionsrennstall 2007 durch Kimi Räikkönen, im Jahr darauf gelang noch ein Titelgewinn in der Konstrukteurswertung.

Die Technik gibt die Form vor, sie lässt nicht wirklich Spielraum. Aber wir hoffen, das Auto ist schnell, und das ist es, was zählt.Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali

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Es sollen wieder bessere Zeiten anbrechen, auch wenn dies auf Kosten eines hübschen Designs erreicht werden muss. Denn Teamchef Stefano Domenicali hatte schon im Vorfeld verraten, das neue Auto sei "nicht so hübsch", eher "ein Bruch mit der Vergangenheit".

Sei's drum. "Ich möchte das rote Auto im nächsten Jahr immer gewinnen sehen. Oder wenigstens in jedem Rennen auf dem Podium", gab der zweimalige Weltmeister Alonso eine Parole voller Kampfgeist aus: "Ich bin sehr, sehr sicher, dass wir mit diesem Auto in der Lage sind, hohe Ziele zu erreichen. Und unsere Ziele sind die Titel in der Fahrer- und der Teamwertung." Die Messlatte liegt hoch, sehr hoch. Und vor allem Massa muss Ergebnisse liefern mit dem F2012. "Er weiß, dass er nach einem wenig positiven Jahr vieles besser machen muss. Aber ich denke, wir haben ihm nun das Auto gegeben, in dem er sein wahres Potenzial zeigen kann", sagte di Montezemolo.

03.02.12
 
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