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13.02.2012, 15:11

Porsche 911 Carrera Cabriolet

Der ultimative Cabrio-Traum

Er hat einfach alles: Schönheit. Klasse. Charisma. Und Kraft ohne Ende. Kurz: Der offene 911er ist die ultimative Fahrmaschine. Nicht nur für den Sommer!

Als Carrera kostet das 911er Cabriolet 100532 Euro, als Carrera S 114931 Euro.
Als Carrera kostet das 911er Cabriolet 100532 Euro, als Carrera S 114931 Euro.
© HerstellerZoomansicht

Fragte man das Autofahrervolk, auf welches motorisierte Objekt sich seine Sehnsüchte und Begehrlichkeiten richten - das Porsche 911 Cabrio würde ganz oben landen. Wetten, dass?! Und so lassen wir den himmelhohen, sechsstelligen Anschaffungspreis einfach außer Acht und, ja, träumen mit! Welch ein Auto: Porsche ist es gelungen, die Silhouette des offenen 911er nahezu deckungsgleich jener des Carrera Coupés anzugleichen. "Flächenspriegelverdeck" lautet das etwas sperrige Zauberwort. Und bedeutet, dass das Cabrio zwar aussieht, als trüge es eine klassische Kapuze, de facto aber von einem Hardtop beschirmt wird. Vier Dachsegmente wurden - vereinfacht gesagt - in eine akustisch und klimatisch perfekt dämmende Stoffhaube integriert, die sich auf Knopfdruck dezent und binnen dreizehn Sekunden Z-förmig zu einem nur 23 cm flachen Paket zusammenfaltet. Das funktioniert bis zu Tempo 50. Beginnt es aus Richtung Himmel also feucht zu sprühen oder, umgekehrt, sonnig zu strahlen, muss nicht extra angehalten werden, um den 911er an die veränderte Wetterlage anzupassen.

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Neu: Ein elektrisches Windschott

Weitere Neuheit: Auf einen weiteren Tastenbefehl hin fährt die Elektronik ein Windschott hoch, das die Insassen vor den Verwirbelungen des Fahrtwinds bewahrt. Puristen mögen da die Nase rümpfen und verächtlich das Wort "Weichei" in den dicken Schal um den Hals murmeln. Die komfortorientierte Mehrheit aber wertschätzt das Privileg, selbst bei kühleren Außentemperaturen noch den Platz unterm freien Himmel genießen zu dürfen. Zumal ein weiteres Feature vermeintlich dekadenter Allwettertauglichkeit, der nackenschmeichelnde Warmluftfön "Airscarf", nicht Einzug gehalten hat in den luftigen Zuffenhausener. Überhaupt bestätigt der offene 911er jene Erkenntnis, die auch schon sein geschlossenes Pendant geliefert hat: Er ist und bleibt die ultimative Fahrmaschine. Softie? Von wegen: Mit heiser-hungrigem Grollen macht der Boxer im Heck seinen Appetit auf serpentinenreichen Asphalt geltend, der denn auch mit begieriger Verve gestillt wird. Kurve um Kurve verschlingt der "Elfer", Überholvorgänge dauern einen gefühlten Wimpernschlag, dabei legt der Sportler eine Verwindungssteifigkeit und Bodenhaftung an den Tag, die leise an der Gültigkeit physikalischer Grenzwerte zweifeln lässt. Sänftengleicher Fahrkomfort ist hier ersichtlich nicht der Auftrag gewesen, gut so, die Erwartungshaltung an den 911er als Hardliner bleibt erfüllt, um so mehr, wenn die Einstellungen "Sport" oder gar "Sport plus" gewählt werden. Ab Tempo 120 fährt ein Heckspoiler hoch, zuständig für sicherheitsfördernden Abtrieb an der Hinterachse, mit der Verdeckposition angepassten Ausfahrhöhe und -winkel.

Klasse für sich: Das PDK-Doppelkupplungsgetriebe

Eine Klasse für sich auch das perfekt schaltende, optionale Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe "PDK". Beim Halt schaltet eine Start-Stopp-Automatik das bullernde Motor-Kraftwerk ab, das trägt ebenso zum vergleichsweise ökonomischen Umgang mit dem kostbaren Super-Plus-Saft bei wie der ungewöhnlich niedrige Cw-Wert von 0,30 und überhaupt die Gewichtsreduktion um 60 Kilo. 301 km/h schnell rennt das 400 PS starke Carrera S Cabriolet mit seinem 3,8-l-Sechszylinder-Boxer, das maximale Drehmoment von 440 Nm liegt bei 5600/min an, nach 4,7 sec ist der Spurt von null auf hundert abgehakt. Noch Fragen? Eigentlich nur die, ob's auch eine Nummer kleiner geht. Warum nicht? Die 350 PS, die der 3,5-l-Sechszylinder des "einfachen" Carrera bereitstellt, sind schließlich auch schon ein sehr nachdrückliches Wort: Spitze 286 km/h, 0 - 100 km/h in 5,0 sec, werksseitig versprochener Verbrauchsschnitt 9,2 l/100 km. Und ein Basis(!)-Preis von 100532 Euro, der um rund 14000 Euro unter den 114931 Euro des Carrera S liegt. Dafür kann man seine Auto-Träume wieder erden - und dem luftigen "Elfer" als Gefährten einen durchaus ordentlich ausgestatteten Kleinwagen in die Garage stellen.

Ulla Ellmer

Porsche 911 Carrera Cabriolet
Der ultimative Cabrio-Traum
Als Carrera kostet das 911er Cabriolet 100532 Euro, als Carrera S 114931 Euro.
Lechzen nach dem Lottogewinn

Als Carrera kostet das 911er Cabriolet 100532 Euro, als Carrera S 114931 Euro.
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