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13.01.2012, 16:58

Der Ford Fusion liefert die Vorlage

Mondeo mit Maserati-Front

Der sieht ja mal gut aus: Der Fusion, Fords wichtigstes Ausstellungsstück auf der Detroit Motor Show, kommt nächstes Jahr auch zu uns - als neuer Mondeo.

Aggessiver Blick: Eine solch starke Optik hatte schon lange kein Ford mehr zu bieten.
Aggessiver Blick: Eine solch starke Optik hatte schon lange kein Ford mehr zu bieten.
© HerstellerZoomansicht

Auf der NAIAS, der North American International Auto Show von Detroit, war er das vielleicht wichtigste Auto: Der Ford Fusion. Dass er bei seinem Auftritt auf der Bühne der Cobo Hall frenetisch gefeiert wurde, ließ sich durchaus nachvollziehen. Die 4,86 m lange Limousine der gehobenen Mittelklasse ist ein überraschend aggressiv gestylter Hingucker geworden; mit einer Front, die was richtiggehend maseratihaftes hat. So stark hat lange kein Ford ausgesehen!

Fusion? Richtig: Bei uns ist eigentlich immer ganz was anderes unter diesem Label gelaufen - ein kompakter, kastenförmiger Minivan mit eher begrenztem Charisma nämlich. Mit dem hat der jetzt in Detroit gezeigte Ami ganz und gar nichts zu tun. Wobei man den Namen "Fusion" auf der hiesigen Seite des Atlantiks sowieso vergessen kann. Denn: In Europa wird die Limousine unter einem hinlänglich bekannten Namen in den Verkauf gehen - sie wird der neue Mondeo!

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Und nicht nur dessen Optik hat's in sich, sondern auch die Technik. Mit zwei Hybridvarianten zeigt Ford, dass man die moderne Öko-Technologie souverän beherrscht. Neben einer ganz normalen Hybridausführung wird es vom Fusion auch einen Plug-in namens "Energi" zum Aufladen an der Steckdose geben. Beide "Doppelherz"-Ausführungen nutzen einen 185 PS Zweiliter-Benziner als Verbrennungsmotor, der jeweils mit einem kleinen Stromer kombiniert wird. Im Elektrobetrieb soll so ein Topspeed von immerhin 100 km/h möglich sein, für den Plug-in stellt Ford eine E-Reichweite von über hundert Meilen (161 km) in Aussicht.

Der Fusion ist zwar ein Stufenheck, hat aber was sehr coupéhaftes. Als künftiger Mondeo wird er auch in einer Kombi-Variante ausgeliefert.
Der Fusion ist zwar ein Stufenheck, hat aber was sehr coupéhaftes. Als künftiger Mondeo wird er auch in einer Kombi-Variante ("Turnier") ausgeliefert.
© Hersteller

Mit dem Mondeo kann man reden

Zu den Assistenzsystemen des künftigen Mondeo - der wahlweise auch Allradantrieb implantiert bekommt - werden u. a. ein Fahrspurhalte-Assistent gehören, ein Einpark-Automat und dazu das sprachgesteuerte Kommunikations- und Entertainmentsystem "Sync". Reden kann man also auch mit diesem Ford, der im Gegenzug aber (dank aktiver Geräuschkulisse) um so stiller agieren soll. Bis es so weit ist, dauert's allerdings noch etwas: In Amerika kommt der Fusion zwar noch in diesem Herbst auf den Markt, europäische Kunden müssen sich indes bis 2013 gedulden. Dafür dürften sie dann mehr als nur die Limousinen-Ausführung bekommen, sondern - wie vom bisherigen Mondeo gewohnt - auch ein Fließheck-Modell und vor allem den wichtigen Kombi.

ule

13.01.12
 
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